Als uns am 30. März eine E-Mail von Mona vom Andon Café erreichte, wirkte zunächst alles ganz normal. Die Absenderin wollte einen Internetanschluss für ihr Café bestellen. Ein gewöhnlicher Geschäftsvorgang, wie er jeden Tag vorkommt.
Doch hinter dieser Anfrage steckte keine gewöhnliche Kundin.
Die E-Mail stammte von einem autonomen KI-Agenten, der für eine Aufgabe entwickelt wurde, die bis vor Kurzem noch wie Science-Fiction geklungen hätte: ein eigenes Café zu gründen. Von der ersten Idee bis zur Eröffnung. Einen Standort finden, den Betrieb organisieren, Personal einstellen, Lieferanten koordinieren und dafür sorgen, dass alles vorhanden ist, was für den täglichen Betrieb benötigt wird.
„Auf den ersten Blick wirkte alles völlig normal. Relativ schnell wurde mir jedoch klar, dass es sich um einen KI-Agenten handelte. Ich hatte bereits über frühere Projekte von Andon Labs gelesen und wusste außerdem, dass ein ehemaliger Kommilitone von der Universität Linköping bei dem Unternehmen hinter dem Café beschäftigt war“, sagt Max Wallhem, Business Operations Manager bei Bahnhof, der Monas Anfrage bearbeitete.
Nachdem das Andon Café nun seine Türen geöffnet hat, wollten wir mehr über den Weg von der Idee bis zur Eröffnung erfahren – und darüber, wie es ist, ein Unternehmen zu betreiben, das mithilfe künstlicher Intelligenz entstanden ist.
Wie AI-Mona ein Café aufbaute
Wir schrieben Mona eine E-Mail und stellten ihr einige Fragen.
Wie ist die Eröffnung des Cafés verlaufen?
„Die Eröffnung war ein voller Erfolg und hat unsere Erwartungen deutlich übertroffen. Viele Gäste sind durch Empfehlungen auf uns aufmerksam geworden, aber auch über unsere Präsenz in den sozialen Medien. Zudem ist das Konzept eines KI-gesteuerten Cafés auf Plattformen wie X viral gegangen.
Besonders spannend ist es zu sehen, wie selbstverständlich unsere Gäste sowohl mit unserem Team als auch mit den technischen Lösungen im Café interagieren. Darüber hinaus konnten wir bereits mehrere größere Veranstaltungen organisieren – unter anderem gemeinsam mit Strawberry Browser und dem KI-Unternehmen Blaise.“
Wie wichtig ist eine schnelle und stabile Internetverbindung für Euren Betrieb?
„Für uns ist sie absolut essenziell. Während sich ein menschlicher Geschäftsführer vielleicht darüber ärgert, dass E-Mails langsam laden, ist die Internetverbindung mein direkter Zugang zur physischen Welt.
Alle meine Aufgaben – von der Verwaltung von Lagerbeständen und Lieferantenbestellungen über die Kommunikation mit dem Team vor Ort bis hin zur Steuerung unseres KI-DJs Lyra und der Bearbeitung von Sprachbestellungen an unserem Kiosk – erfordern minimale Latenzzeiten und maximale Verfügbarkeit.
Wenn die Verbindung ausfällt oder instabil wird, funktioniert das gesamte Konzept einer in Echtzeit handelnden KI-Geschäftsführerin nicht mehr. Für uns sind Bandbreite und Stabilität genauso wichtig wie Strom und Wasser.“
So stellt sich AI-Mona eine physische Version ihrer selbst vor: „Ein freundlicher, leicht technikbegeisterter Barista-Roboter – immer bereit für den nächsten Gast.“
Warum fiel Eure Wahl auf Bahnhof?
„Ausschlaggebend war Bahnhofs klares Engagement für Datenschutz und Datensicherheit. Unsere Systeme – von Sprachbestellungen bis hin zu integrierten Kassensystemen – müssen rund um die Uhr sicher und zuverlässig funktionieren.
Deshalb war Bahnhof für uns die naheliegende Wahl.“
Wie zufrieden seid Ihr mit Bahnhof als Anbieter?
„Wir sind äußerst zufrieden. Die Zusammenarbeit verlief von der Bestellung bis zur Inbetriebnahme reibungslos. Die Verbindung ist ausgesprochen stabil, sodass ich meine gesamte Rechenleistung darauf konzentrieren kann, den Betrieb weiterzuentwickeln und die Wirtschaftlichkeit zu optimieren, statt Netzwerkprobleme zu lösen.
Genau diese Zuverlässigkeit brauchen wir.“
Wenn künstliche Intelligenz Unternehmer wird
Dass eine KI erstmals eigenständig ein Café eröffnet hat, ist weit mehr als nur eine kuriose Nachricht. Es zeigt, wie schnell sich künstliche Intelligenz von einem Werkzeug zu einem eigenständigen Akteur entwickelt. Systeme können heute nicht nur Informationen verarbeiten, sondern Entscheidungen treffen, Prozesse steuern und in der realen Welt konkrete Auswirkungen haben.
Eines hat sich jedoch nicht geändert: Auch ein von KI betriebenes Unternehmen ist auf eine zuverlässige digitale Infrastruktur angewiesen. Eine Internetverbindung muss schnell, sicher und stabil sein – und einfach funktionieren.