Die Lage in der Stadt ist angespannt. Die Polizei ist durch Unruhen und Brandstiftungen stark belastet. Daher wird beschlossen, die schwedische Heimwehr (Hemvärnet) – die nationalen Schutzkräfte Schwedens – zu alarmieren. Der Auftrag ist klar: den unterirdischen Bunker sichern, damit die Techniker von Bahnhof die Systeme wiederherstellen können. Die Zeit drängt. In einer Stunde sind die Reservebatterien erschöpft.
So könnte der Beginn eines Krisenfalls aussehen. Genau dieses Szenario übte das 42. Bataillon der schwedischen Heimwehr im Bahnhof Bunker unter der Leitung von Hauptfeldwebel Andreas Kardin:
„Ein Angreifer möchte mit möglichst geringem Aufwand möglichst großen Schaden anrichten. Rechenzentren sind deshalb wahrscheinliche Ziele, da sie zentrale Knotenpunkte der gesellschaftlichen Infrastruktur darstellen. Ein aktuelles Beispiel dafür haben wir gesehen, als Iran ein Amazon-Rechenzentrum auf der Arabischen Halbinsel mit Drohnen angriff.“
„Das war eine sehr wertvolle Übung. Wir konnten in einer realistischen Umgebung trainieren und gleichzeitig die Zusammenarbeit mit Bahnhof als zivilem Akteur stärken.“
Gebaut, um Luft- und Drohnenangriffen standzuhalten
Bedrohungen für Telekommunikations- und Rechenzentrumsinfrastruktur sind in Europa zu einem wachsenden Sicherheitsproblem geworden. In den vergangenen Jahren kam es wiederholt zu Sabotageakten gegen Kommunikationsinfrastruktur. Gegen Luft- und Drohnenangriffe ist der Bahnhof Bunker speziell ausgelegt, da sich die Anlage 30 Meter tief im Fels befindet. In diesem Szenario war es dem Gegner jedoch gelungen, bis in die eigentliche Rechenzentrumshalle vorzudringen. Für Bahnhof wurde die Übung damit zu einem realistischen Stresstest der gesamten Anlage. Jon Karlung, CEO von Bahnhof:
„Früher ging es im Rahmen der Gesamtverteidigung darum, Brücken, Häfen und Kraftwerke zu schützen. Heute gilt dasselbe für das Internet. Wenn jemand die digitalen Knotenpunkte ausschaltet, steht die Gesellschaft still. Wir konnten nun alles testen – vom Perimeterschutz über die Kommunikation bis hin zu unseren Krisenabläufen. Das ist für uns besonders wertvoll, während wir den Bahnhof Bunker bauen, eines der sichersten Rechenzentren Nordeuropas.“
Wie endete die Übung?
„Es ist uns gelungen, die Anlage einschließlich besonders kritischer Serverschränke deutlich innerhalb des vorgegebenen Zeitrahmens zu sichern. Allerdings nicht ohne Widerstand“, sagt Hauptfeldwebel Kardin.
„Der Gegner wurde ausgeschaltet, aber wir hatten auch eigene Verluste während des Gefechts. Verwundete zu versorgen, Gegner festzusetzen und gleichzeitig den Kampf fortzuführen – und das alles in völliger Dunkelheit – ist natürlich eine Herausforderung. Außerdem ist ein Rechenzentrum eine besondere Umgebung. Man kann nicht einfach wahllos das Feuer eröffnen, da sich dort empfindliche Technik, Notstromanlagen und Treibstoff befinden. Genau solche Situationen liefern uns wichtige Erkenntnisse für die Zukunft.“ Nach Abschluss der Übung konnten die Techniker ihre Arbeit zur Wiederherstellung des Betriebs wieder aufnehmen. Der Bahnhof Bunker wurde gesichert, und sowohl die schwedischen Streitkräfte als auch Bahnhof haben wertvolle Erfahrungen für ein Szenario gewonnen, von dem alle hoffen, dass es niemals Realität wird.
Erfahre mehr über den Bahnhof Bunker und sichere digitale Infrastruktur auf www.bahnhofbunker.se.